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Tag des Kaffees

  • Autorenbild: Ingrid Mikl
    Ingrid Mikl
  • 1. Okt. 2022
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 18. Okt. 2022

Am 1. Oktober ist der internationale Tag des Kaffees. Grund genug, das Lieblingsgetränk vieler Österreicherinnen und Österreicher genauer unter die Lupe zu nehmen. Was ist nun dran an der gängigen Meinung, Kaffee wäre ein Flüssigkeitsräuber und wie viel Kaffee soll man eigentlich trinken?


Doch zunächst zum Genuss. Das volle Kaffeearoma und der beliebte Geschmack entsteht aus über 800 Aromen. Diese Inhaltsstoffe und Aromen sorgen auch für die Wirkung des Kaffees. Wesentliche Inhaltsstoffe von Kaffee, die zur Wirkung im menschlichen Organismus beitragen, sind Koffein, Chlorogensäure, Koffeinsäure, Antioxidantien und Melanoidine. Letztere sind Bräunungsprodukte, die beim Rösten entstehen.


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Von der Bohne zum Kaffee

Die Kaffeebohne ist eigentlich der Samen der Früchte des Kaffeebaums, der sogenannten Kaffeekirschen (kleine runde Früchte mit 2 Kaffeebohnen). Diese müssen möglichst reif geerntet und vom Fruchtfleisch befreit werden. Die getrockneten Kaffeebohnen werden später geröstet und gemahlen.

Es sind etwa 80 verschieden Arten der Kaffeepflanze bekannt, wobei zur Herstellung von geröstetem Kaffee die Sorten Arabica (Coffea arabica) und Robusta (Coffea canephora robusta) in ihren unzähligen Varietäten verwendet werden.

Währen Arabica Bohnen sich durch ihren feinen, leicht bitteren Geschmack auszeichnen, sind Robusta-Kaffees deutlich holziger im Geschmack.


Koffein - der Muntermacher?

Coffein ist der anregend wirkende Inhaltsstoff des Kaffees. Der Koffeingehalt hängt im wesentlichen von den verwendeten Kaffeesorten, dem Mahlgrad und der Zubereitungsmethode ab. Eine Tasse Kaffee kann so zwischen 30 und 100 mg Koffein enthalten.


Das Coffein ist für die wohl bekannteste und am meisten geschätzte Wirkung des Kaffee auf das Zentralnervensystem verantwortlich. Sie beruht darauf, dass durch Coffein die sogenannten Adenosinrezeptoren blockiert werden. Adenosin wirkt schlaffördernd und entspannend. Durch die Hemmung der Rezeptoren wird die Müdigkeit verringert und die Konzentrationsfähigkeit verbessert. Die stimulierende Wirkung setzt meist 15-30 Minuten nach dem Koffeinkonsum ein und kann etwa vier bis acht Stunden anhalten.


Doch Achtung: mehr hilft nicht mehr! Der Effekt kann durch zusätzliche Koffeinzufuhr nicht weiter gesteigert werden. Und, es gibt einen Gewöhnungseffekt. Wer also regelmäßig Kaffee trinkt, profitiert weniger von diesem Effekt.


Was passiert, wenn ich viel Kaffee trinke?

Zu viel Kaffee hat unerwünschte Nebenwirkungen: z. B. Nervosität, Herzklopfen oder Schlafstörungen . Darüber hinaus regt Koffein das Atem-, Kreislauf- und Zentralnervensystem an, erweitert die Herzkranzgefäße und erhöht die Herzfrequenz.


Doch wieviel Kaffee ist nun zuviel? Individuell gibt es große Unterschiede in der Verträglichkeit von Kaffee und Coffein. Im allgemeinen gelten 3 bis 5 Tasse Kaffee, entsprechend einer Menge von 400 mg Coffein (etwa 5,7 mg/kg/KG) am Tag als unbedenklich. Doch Vorsicht: nicht nur Kaffee enthält Coffein. Auch andere Getränke und Schokolade sind coffeinhältig!

Kaffee ist ein Genussmittel und sollte auch als solches konsumiert werden. Der tägliche Flüssigkeitsbedarf sollte bevorzugt durch energiearme Getränke wie Wasser, Mineralwasser, ungezuckerte Früchte- oder Kräutertees, verdünnte Obst- und Gemüsesäfte gedeckt werden.


Kaffee in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft sollte man seinen Kaffeekonsum einschränken, da Koffein die Plazenta frei passieren kann. Somit hat der Fetus die gleiche Coffeinkonzentration im Blutplasma wie die Mutter.

Geringe Mengen Coffein werden jedoch ohne schädigende Wirkung toleriert. Die EFSA sieht 1-2 Tassen Kaffee am Tag - entsprechend 200 mg Coffein als unbedenklich.

Kinder und Jugendliche sollten generell keinen Kaffee trinken. Die Grenzwerte für Coffein werden mit 3 mg/kg/KG/Tag angegeben.


Mythos vom Kaffee als Flüssigkeitsräuber

Lange Zeit galt Kaffee als „Flüssigkeitsräuber“. Das Koffein hat zwar eine diuretische Wirkung, bei regelmäßigem Konsum gewöhnt sich der Körper jedoch daran, was zu einer geringeren Wasserausscheidung führt. Somit gilt Kaffee, regelmäßig getrunken auch als Flüssigkeitslieferant. Dennoch handelt es sich bei Kaffee um ein Getränk, das nicht gegen den Durst, sondern für den Genuss getrunken werden sollte. Und das in Wien übliche Glas Wasser zum Kaffee ist auf jeden Fall gut, denn die meisten von uns trinken ohnedies zu wenig.


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