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Spargel & die Liebe

  • Autorenbild: Ingrid Mikl
    Ingrid Mikl
  • 11. Mai 2021
  • 2 Min. Lesezeit

Die Spargelzeit ist bereits voll im Gang. Noch kurze Zeit - bis zum Johannistag am 24. Juni - können Spargelliebhaber so richtig schlemmen. So haben wir es gelernt. Doch bei einem so warmen Frühjahr wie heuer im März und April, beginnt die Saison früher und endet damit leider auch vorzeitig.

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Doch auch danach kann man Spargel-Gerichte zubereiten, wenn man rechtzeitig vorgesorgt hat. Spargel lässt sich nämlich sehr gut einfrieren. Dafür muss er geputzt und geschält werden (nur der weiße Spargel). Beim Auftauen ist es am besten, den gefrorenen Spargel in das kochende Wasser zu geben und wie gewohnt zuzubereiten. Er braucht dann nur ein paar Minuten länger.


Doch wie gesund ist Spargel nun wirklich?

Ihm werden ja viele positive Eigenschaften zugeschrieben, sei es eine positive Wirkung auf Blase und Nieren oder gar als 'Liebesmittel'.


Es stimmt. Spargel ist ein kalorienarmes (abhängig von der Zubereitung!) Gemüse, das reichlich Vitamine und Mineralstoffe liefert.


So enthält eine Portion Spargel (200 g) 406 mg Kalium und 0,3 mg Kupfer (jeweils 20 % der empfohlenen Tageszufuhr), sowie 40 mg Vitamin C (40 % der empfohlenen Tageszufuhr*) und 216 µg Folsäure (54 % der empfohlenen Tageszufuhr).



Die ihm nachgesagte Wirkung gegen Erschöpfung und vielleicht auch jene als 'Aphrodisiakum' hat er möglicher Weise seinem hohen Gehalt an Niacin (Vitamin B3) und Vitamin E zu verdanken. Denn 200 g Spargel liefern 4 mg Vitamin E und decken damit schon gut 27 % des Tagesbedarfs* sowie 2,8 mg B3, entsprechend 18 % des Tagesbedarfs*. Vitamin E ist ein wichtiges Antioxidans und schützt so unsere Zellen, Niacin wird für den Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Fettsäuren und Aminosäuren benötigt und somit auch für die Energiebereitstellung.


Seine harntreibende Wirkung ist ebenfalls sehr bekannt. Sie ist auf die enthaltene Aminosäure Aparaginsäure zurückzuführen. Diese ist auch für den unangenehmen Geruch nach dem Spargelgenuss zuständig. Und zwar bei jenen Personen, die sie abbauen können. Dabei entsteht nämlich Ammoniak.




Wer erhöhte Harnsäurewerte hat, sollte mit Spargel nicht allzu üppig umgehen, da er leider auch relativ viel Harnsäure enthält. Andererseits ist Spargel ein sehr basenreiches Gemüse, was sich wiederum positiv auswirkt.


Spargel als Rohkost? Ja, bitte! Spargel kann ohne weiteres Roh, z. B. als Salat gegessen werden.

Grüner Spargel enthält übrigens durch seinen Kontakt mit dem Sonnenlicht - das weißem Spargel verwehrt bleibt - mehr Vitamin C und Folsäure als weißer Spargel. Und da Folsäure etwas sensibel ist und leicht von Licht, Luft und Hitze zerstört wird, ist es nur gut, wenn man grünen Spargel auch ab und an roh verzehrt.


Gerichte mit Spargel

Es gibt jede Menge köstliche Spargel-Rezepte, vom Wrap über den Salat - auch mit Erdbeeren - bis hin zu Spargel-Palatschinken. Oder darf es etwas ausgefallener sein? Zum Beispiel mit Spargelmuffins? Lesen Sie dazu mehr in meinem nächsten Blogartikel!


Was ist Ihr Lieblingsrezept? Verraten Sie es mir.


Ich wünsche allen noch eine schöne Spargelzeit!



[1] Nährwerte lt. BLS - Bundeslebensmittelschlüssel 3.02 (2015)

[2] D-A-CH Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, 1. Auflage, Umschau Verlag, Frankfurt am Main, 2012



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